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QGIS & GIS

Koordinatensysteme in CAD und GIS richtig verstehen

Warum Koordinatensysteme, Höhenbezüge und Transformationen bei Vermessungs-, CAD- und GIS-Daten sauber dokumentiert werden müssen.

6 Min. Lesezeit
QGISKoordinatenEPSGGeodaten
Technische Illustration zu Koordinatensystemen, CAD und GIS

Koordinatensysteme sind eine der häufigsten Fehlerquellen beim Austausch zwischen Vermessung, CAD und GIS. Meist fällt das Problem erst auf, wenn Daten nicht deckungsgleich liegen oder Höhen nicht plausibel wirken.

EPSG, Gauß-Krüger, UTM und DBRef

EPSG-Codes beschreiben Koordinatenreferenzsysteme eindeutig. In Projekten tauchen außerdem Begriffe wie Gauß-Krüger, UTM oder DBRef auf. Wichtig ist nicht nur der Name, sondern die eindeutige Zuordnung zur verwendeten Datenbasis.

Bei Bestandsdaten ist diese Information manchmal unvollständig dokumentiert. Dann braucht es eine fachliche Prüfung, bevor Daten transformiert oder weitergegeben werden.

CAD arbeitet oft anders als GIS

CAD-Dateien können koordinatentreu sein, müssen es aber nicht. Manche Zeichnungen liegen in lokalen Koordinaten, andere in einem amtlichen Lagebezug. GIS-Systeme erwarten dagegen meist ein klar definiertes Koordinatenreferenzsystem.

Beim Import in QGIS oder beim Export aus CAD sollte deshalb geprüft werden, ob Lage, Einheit, Maßstab und Ursprung plausibel sind.

Lage- und Höhenbezug getrennt betrachten

Ein Lagebezug beantwortet, wo ein Punkt horizontal liegt. Ein Höhenbezug beantwortet, worauf sich Höhenwerte beziehen. Beides muss zusammenpassen, ist aber nicht automatisch dasselbe Thema.

Gerade bei Längsschnitten, Bohrpunkten und Geländedaten sollte dokumentiert werden, woher Höhen stammen und wie sie verwendet werden.

Prüffragen für Projekte

Welches Koordinatensystem wurde geliefert? Gibt es einen EPSG-Code oder eine Projektvorgabe? Sind Höhenbezüge dokumentiert? Stimmen bekannte Kontrollpunkte? Werden Daten in CAD, QGIS oder beiden Systemen genutzt?

Solche Fragen wirken einfach, verhindern aber viele Fehler im weiteren Projektverlauf.